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Namensgeber

Wer war Otfried Preußler?

Otfried Preußler erblickt am 20. Oktober 1923 im nordböhmischen Reichenberg das Licht der Welt. Zu seinen Vorfahren im Vorland des Iser- und Riesengebirges zählen neben Glasmachern und Kleinbauern auch ländliche Handwerker, ein paar Kupferstecher und in der weiteren Verwandtschaft zwei Zauberer. 

Seine Eltern sind beide Lehrer, sein Vater nebenbei Heimatforscher.  

Schon von klein auf holt er sich aus der großen Bibliothek der Familie viele Anregungen. Prägend wirken auch die volkstümlichen Geschichtenerzähler, allen voran seine Großmutter Dora, die über einen unerschöpflichen Fundus verfügt.

Herkunft, Neigung und praktische Erwägungen veranlassen ihn, den Lehrerberuf zu ergreifen.

Um seine Familie während der pädagogischen Ausbildung ernähren zu können, arbeitet er nebenbei als radelnder Lokalreporter und beginnt Geschichten für den Kinderfunk zu schreiben.Nach dem Studium wird er Volksschullehrer und bleibt bis 1970 im Schuldienst.

Mit seiner Familie lebt er am Rübezahlweg in der Nähe von Rosenheim (Oberbayern).

Nach einigen Anläufen gelingt Otfried Preußler 1956 mit "Der kleine Wassermann" der erste große Erfolg.

Viele seiner Kinderbücher entstehen aus dem Alltagsleben mit seinen drei kleinen Töchtern. Um ihre gelegentlichen Einschlafprobleme zu lösen, erzählt er ihnen Geschichten, darunter auch eine Hexengeschichte.

Und so entsteht 1957 "Die kleine Hexe", die allen Kindern plausibel darlegt, weshalb man sich vor bösen Hexen nicht mehr zu fürchten braucht.

1962 erscheint "Der Räuber Hotzenplotz", mit seinen sieben Messern und seiner Pfefferpistole.

1966 erfindet Otfried Preußler einen neuen Hauptdarsteller: "Das kleine Gespenst".

Otfried Preußler hat 32 Bücher geschrieben, die in 55 Sprachen übersetzt wurden, und für die er viele Preise und Auszeichnungen erhalten hat.

Die weltweite Gesamtauflage seiner Bücher beträgt rund 50 Millionen Exemplare.

Nach einem erfüllten Leben ist Otfried Preußler am 18. Februar 2013 im Kreis seiner Familie für immer eingeschlafen.

„Ich habe die Überzeugung gewonnen, dass Kinder das beste und klügste Publikum sind, das man sich als Geschichtenerzähler nur wünschen kann. Kinder sind strenge, unbestechliche Kritiker."